iPhone App ringSPEED Teil 1/3

Screenshot2_DE_250pxBreaking News: Es gibt ringSPEED ab kommender Woche nun auch als App. Sinn und Zweck der App ist es, Besuchern der Nordschleife Orientierung zu bieten. Wo gibt es was zu sehen, wie kommt man dahin, und was ist da los?! Wenn man als alter Hase vor Ort an der Zufahrt ist, erreichen einen immer wieder die gleichen Fragen.

Sagen Sie mal, Sie sehen so aus, als ob Sie sich hier auskennen. Wo kann man denn hier mal was sehen?

Und wie erklärt man am besten den Weg zu Wehrseifen?!? So war die Idee zur App geboren. Da genau dieser Punkt eines der drei Kern-Features der App ist, geht’s damit hier auch direkt los. Die nächsten Tage folgt dann die Vorstellung der anderen „Kernkompetenzen“ der neuen ringSPEED App.

Der zweite Reiter unten in der App ist der sogenannte „Wegweiser“. Hier ist die Nordschleife als Polygon in hohem Detailgrad dargestellt. Mehr als 1200 Einzelkoordinaten habe ich manuell aus Google Maps übernommen. Das war extrem viel und lästige Arbeit, sorgt aber für eine hohe Präzision, auch in großer Zoom-Stufe. Sämtliche Automatismen zur Erfassung der Nordschleife sowie die im Internet frei zur Verfügung stehenden Daten haben mich nicht zufrieden gestellt. An dieser Stelle sei angemerkt: Falls jemand für ein tolles Projekt eine CSV-Datei mit den Koordinaten (Längen-/Breitengraden) benötigt, wäre ich nach Absprache bereit, diese herauszurücken. Bitte mich einfach über das Formalur kontaktieren.

Auf der Strecke selbst sind alle offiziellen und inoffiziellen Streckenabschnitte der Nordschleife (inkl. GrandPrix Kurs) mit einer roten Nadel markiert. Tippt man diese an, werden einem der Name und der Kilometerabschnitt angezeigt. Zusätzlich sind in Grün alle wichtigen Parkplätze in der Nähe der Zuschauerplätze markiert. Die blau eingezeichneten Pfade sind das Wichtigste, nämlich die Routen, an denen ein Zuschauer bequem entlang laufen und so die interessantesten Streckenabschnitte kennenlernen kann. Der Startpunkt jeder (Wander-)Route ist an einer Straße gelegen, so dass man diesen bequem mit dem Auto und dem eigenen Navigationssystem erreichen kann. Nachdem das Auto auf einem der eingezeichneten Parkplätze abgestellt ist, wird man von dort dank ringSPEED den Pfad entlang geführt. Unterstützt wird der Anwender dabei durch die GPS-basierte Anzeige der eigenen Position, die sich über den Button oben rechts aktivieren lässt. So kann eigentlich nichts mehr schief gehen! Wie aus der Google Maps App bekannt, lässt sich natürlich nicht nur per Gestensteuerung beliebig rein- und rauszoomen, sondern auch über den Button oben links die Kartendarstellung ändern. Die Darstellungsmöglichkeiten sind Karte, Satellit und Hybrid.

Solltet ihr in der App Pfade, Parkplätze oder andere Informationen vermissen, kontaktiert mich bitte. Ich reiche das dann sehr gerne per Update nach! Wichtig war mir jetzt erstmal, dass sie pünktlich zum 24h Rennen im Store ist.

Tapetenwechsel

Es ist offensichtlich: Das Blog Design hat sich geändert. Ich bin nicht 100% glücklich damit, aber es musste etwas her, das mir auch als Landing-Page für die neue ringSPEED App taugt. Die wird es nämlich demnächst geben, dazu aber im nächsten Blog Artikel mehr, also Geduld bitte.

Landing Page bedeutet, es gibt eine Hauptseite zur App, auf der man landet, wenn man auf www.ringspeed.de geht. Das eigentliche Blog habe ich von dort verbannt ist nun unter www.ringspeed.de/blog erreichbar. Den Link „Blog“ sieht man auch oben in der Menüleiste. Wenn euch die App nicht sonderlich interessiert, setzt euren Favoriten direkt auf das Blog, kann es nicht verübeln. Aber wie gesagt, für die App selbst benötige ich eine vernünftige Landing-Page und da reicht mir eine Unterseite für die App nicht aus. Aber eine weitere Domain wollte ich dazu nun auch nicht registrieren – kostet ja so schon alles genug Geld. 🙂

Genug ist genug!

Hier war jetzt ein dreiviertel Jahr Pause – Schande über mein Haupt! Aber leider war ich letztes Jahr zu gefrustet durch gehäufte Schäden am Ringtool, als das ich mich gerne thematisch weiter damit hätte auseinandersetzen wollen, als nötig. Dabei hätte es viel zu erzählen gegeben. Anfang diesen Jahres war dann aufgrund vieler anderer Projekte und Ideen ebenfalls keine Zeit und ohnehin die lähmende Winterpause von der Nordschleife.

Aber diesen Frühling soll es mit frischem Tatendrang hier wieder losgehen. Einhergehen wird das mit einem Redesign des Blogs und einem neuen Projekt, von dem ihr spätestens zum 24h Rennen auch was haben werdet. Bleibt also gespannt – jetzt geht’s los! 🙂

Hallo Mama, ich bin im Fernsehen!

Dreharbeiten1Man hat sie immer wieder mal gesehen, in den letzten Jahren, die Kamerateams auf dem Nordschleifen Parkplatz, die irgendwelche Leute zwischen ihre sensationslüsternen Krallen bekommen haben. Mal mehr, mal weniger auf der Suche nach massentauglichem Mainstream – also „Leute durch den Kakao ziehen“. Aber mir kommt es so vor, als ob es in den letzten Monaten, oder vielleicht bereits seit letzter Saison doch um einiges zugenommen hat, mit den von Gaffern umringten Kameraleuten. Liegt es an dem wachsenden Bekanntheitsgrad der Nordschleife? Der Medienpräsenz bzgl. der Skandale rund um die Finanzierung des neuen Nürburgrings (Eifeldorf, Ringracer, etc.)? Oder rückt die Faszination Nordschleife mehr in das Bewusstsein der Menschen bzw. Medien aufgrund der zugenommen Kommerzialisierung der VLN (Langstreckenpokal oder in lang: Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) oder des ADAC 24h Rennens?! Dank der dramatisch gestiegenen Professionalisierung durch den Kampf diverser Werksteams um den begehrten Siegertitel des 24h Eifel-Klassikers?

Jedenfalls befanden sich (aus meinem Blickwinkel) hauptsächlich die oben genannten „Kakaozieher“ unter den TV-Redakteuren, wie zum Beispiel GRIP von RTL2. Vor 2 Wochen war dann auch mal wieder ein Team von Sport1 (ehemals DSF) zugegen, die sich in dem Terrain „Touristenfahrer“ z.B. mit Reportagen über den Karfreitag entsprechend einen Ruf etabliert hatten. Da ich wohl nicht genug Groll im Blick hatte, wurde ich von dem Redakteur tatsächlich angesprochen, ob ich nicht Lust auf ein Interview hätte, da sie eine Sendung über die Welt der Touristenfahrer machen wollten. Nach 3 Gegenfragen war mir klar – der Mann hatte NULL Ahnung. Ich lehnte dankend ab, da ich nicht riskieren wollte, fälschlicherweise in einem falschen und Quoten-bringendereren Licht dargestellt zu werden. Obwohl ich im Prinzip neugierig war, wie so etwas abläuft, was für ein Gefühl es ist, vor der Kamera zu stehen und vielleicht tatsächlich die Chance zu bekommen, anderen Menschen die Faszination des „schnell im Kreis fahren und Geld verbrennen“ näher zu bringen.

Dreharbeiten2Eine Woche später, das Thema TV war in meinem Kopf längst abgehakt, sprach mich prompt der nächste TV Redakteur an. Dieses mal von MotorvisionTV des Senders SKY (ehemals Premiere). Bei mir im Gedächtnis mangels Sky-Abo nur per einiger YouTube Videos geblieben, allerdings mit einem recht sauberen Image. Es ging wieder um ein Interview, ein paar Aufnahmen vom Wagen und einer Fahrt auf der Nordschleife mit zwei Kameras an Board. Das ganze sollte für eine Serie auf MotorvisionTV sein, wo pro Folge ein bis drei Touristenfahrer vorgstellt, bzw. befragt werden und die Faszination Nordschleife im Mittelpunkt steht. Erneut war meine Neugier geweckt und ich erinnerte mich an ein Video dieser Reihe, das mit einem mir bekannten „alten Touristenfahrer Hasen“ gedreht und im Frühjahr ausgestrahlt wurde. Sachlich, wertfrei, ungeschönt – eben authentisch! So ist es nun auch gekommen und ich habe mich in die Fänge des Fernsehen begeben. Ich hoffe ich falle damit nicht auf die Nase, Spaß hat es aber in jedem Fall gemacht. Schon ein seltsames Gefühl, 30cm vor der Nase eine riesen Kamera zu haben und voll konzentriert ein paar Fragen zu beantworten. Möglichst ohne zu stottern, ohne sich zu verhaspeln und trotzdem in ganzen Sätzen einigermassen sinnvolles Zeug von sich zu geben. Im Nachhinein hatte ich das Gefühl, zwar geradeaus gesprochen zu haben, aber dennoch die Hälfte vergessen zu haben, was ich eigentlich hätte sagen müssen. Aber das Ding ist im Kasten und ich bin auf das Endergebnis gespannt. Einen Sendetermin kenne ich noch nicht und soll mir per eMail oder Telefon zukommen. Zusätzlich werde ich per Post eine DVD mit dem zwei bis dreiminütigen Beitrag bekommen. Meine Frage, ob ich die komplette Nordschleifenrunde bekommen kann, wurde mir leider verneint. Rechtliches, Absprache mit NA-GmbH bla bla. und Spritgeld gab es leider auch keins. 🙁

Meinen Spaß hatte ich aber wie gesagt trotzdem und werde, sofern es bei YouTube zu finden sein wird, auch hier verlinken. Solange geduldet euch doch noch ein wenig mit meinem letzten Video von der Nordschleife aus dem letzten Jahr. Und ja, ich muss mal wieder ein neues machen! 😉

Lord of the Ring

TheRingDie Nordschleife ruft mich, noch leise – ganz leise, aber doch vehement und beständig zunehmend. Nervös schaue ich auf den Wetterbericht, ein eiskalter Schauer überkommt mich – genährt durch den Hunger, den unbändigen Durst nach Adrenalin, nach dem Duft der Rennstrecke, geschwängert von heißer Kupplung und zerfließendem Bremsbelag. Ein Blick auf den Kalender verrät – noch eine halbe Ewigkeit, schier unendlich lange Tage, verzehren, schmachten, dursten, bis es endlich wieder soweit ist und meine Hände das rauhe, schon geschundene und doch angenehme Lederlenkrad wieder umschließen dürfen. Kontrolle, Kontrolle erlangen – und halten – ganz nah am Grenzbereich, manchmal sogar darüber hinaus, wo man jeden einzelnen Profilblock der Reifen spürt, wie er in den Asphalt greift und um Haltung wimmert und mir eindrucksvoll ins Ohr zischelt – „Noch ein bisschen mehr – noch ein ganz kleines bisschen mehr!“. Die matte Erschöpfung, nach der sich mein Gemüht sehnt, nach einem Dutzend Runden, der Körper und die Bekleidung von Schweiß getränkt – und doch Zufriedenheit, Genugtuung, Stolz und Freude sich breit machen, wenn David über Goliat obsiegt, wieder und immer wieder. Wenn die Sonne untergeht, nach dem Kampf, mit den Naturgesetzen, mit den übermächtigen Gegnern – Ruhe einkehrt und der Stahl erkaltet, nach dem inbrünstigem Feuer und der Kopf das Kissen berührt und sich die Augen schließen – spüre ich es schon wieder, das heiße Glimmen, der leise Ruf an den Krieger – getrieben zur nächsten Schlacht – obwohl die Wundern noch nicht verheilt sind und Kräfte getankt werden müssen, ruft er mich erneut. Ein Teufelskreis, ein Ring – ein Ring mich zu knechten…

Saisonstart 2011

Es ist wieder soweit: Eine weitere lange Winterpause ist um und die Nordschleifen Saison hat begonnen. Nachdem ich den Civic aus dem Winterschlaf geweckt hatte und bei Raeder-Motorsport abgeholt hatte, musste ich feststellen, dass wohl eine Maus den Civic als prima Quartier auserkoren hat! Im Handschuhfach, als auch im Fach in der Mittelkonsole war von meinen Taschentüchern, Müsli Riegeln, Sturmhauben und diversen Plastikelementen nur noch Konfetti übrig geblieben. Zudem gab es überall Mäusekot und -pippi, was mich zutiefst „entzückte“, wollte das Unheil doch erstmal eine Stunde auf dem Parkplatz an der Zufahrt beseitigt werden.

Auch der Kauf der Jahreskarte war alles andere als angenehm. Nicht nur, dass der Preis von 1350€ durch die Teuerungsrate von 26% jenseits der Wuchergrenze lag, wollte es in der Schlange am Kassenhäuschen nicht so recht vorwärts gehen. Nach einer knappen Stunde hielt ich dann aber das „Goldstück“ in den Händen! Und nicht nur das: Dank diverser Kopplungsgeschäfte bin ich nun auch im Besitz eines 100€ Verzehrgutscheines für das Eifeldorf, zwei Eintrittskarten für das ring°werk und eines Gutscheins für 10% Rabatt auf die neuen Onboard Leihkameras zur Videoaufzeichnung, die es aber Ostern geben wird.

Nachdem es dann aber endlich los ging, war für alles entschädigt. Die Strecke war super, trocken, schön leer, sonnig und das Auto ging sehr gut. So kam ich dann auch flott wieder rein und war am Ende des Tages nach 13 Runden bis auf 6 Sekunden auch wieder zeitlich etwa dort wo ich letzte Saison aufgehört hatte. Ein Wehmutstropfen gibt es aber: Es wurden einige Stellen neu asphaltiert, so auch Hatzenbach. Leider wurde der rechte Curb, über den man in den letzten Jahren zugunsten einer kurzen Linie so gut fahren konnte, stark angehoben. So kam es, dass ich beim ersten drüber rollen mich wie auf einem Katapult fühlte, da das Auto regelrecht sprang. Hier muss also definitiv die Linie und Geschwindigkeit abweichend zu den vergangenen Jahre verlangsamt werden, da anderenfalls das Risiko sehr hoch ist, früher oder später in der Leitplanke zu landen! Schade, war einer meiner Lieblingsstellen!

Später gab es dann auch noch was für den Adrenalinspiegel, als eine Corvette beim Anbremsen zum Karussel direkt vor mir einen ABS Ausfall erlitt und dank blockieren aller vier Räder keinem Lenkbefehl mehr gehorchen wollte und somit geradeaus ziemlich unsanft in die Leitplanken einschlug. Gott sei dank ging es dem Fahrer gut und auch die Streckensicherung war schnell vor Ort, so dass es für mich dann auch flott wieder weiter ging.

In diesem Sinne hoffe ich auf eine für mich persönlich (und natürlich euch) unfallfreie Saison und wünsche allen ringSPEED Verfolgern eine tolle Saison 2011!

Mit dem WordPress-Update ins neue Jahr

Der Countdown tickt und das Jahr 2010 nähert sich langsam dem Ende. Kurz vor Ladenschluss hatte mich Nino auf diese Meldung bei heise aufmerksam gemacht und so habe ich schnelle noch vor der Silvester Party das Update + Plugins und Thema auf den aktuellsten Stand gebracht. Und in Anbetracht der Meldung kann ich ebenfalls nur jedem WordPress-Admin das Update näher legen, bevor die Schwachstelle ausgenutzt wird.

Also in diesem Sinne, stay tuned und ein erfolgreiches neues Jahr 2011!

Preise Nordschleife Touristenfahrten 2011

Der Jahreswechsel steht an und es ist längst überfällig mal auf die Preise der kommenden Saison zu blicken. Schließlich steht wieder das alljährliche Kunden melken an. Aber halt, es gab letztes Jahr eine Ausnahme! Dafür wird dieses Jahr ohne Gnade nachgeholt und nochmals kräftig drauf geschlagen. Die Jahreskarte für 2011 wird um satte 26% verteuert! Es fällt die 8er Karte weg und auch die anderen Preise steigen saftig.

  • 1 Runde: 24,00 €
  • 4 Runden: 89,00 €, inkl. 10,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk- Ticket
  • 15 Runden: 310,00 €, inkl. 20,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk-Ticket
  • 25 Runden: 470,00 €, inkl. 30,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk-Ticket
  • Jahreskarte: 1.350,00 €, inkl. 100,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 2 ring°werk-Tickets

Ich bin gespannt, ob auch ein versprochener Mehrwert geboten werden wird, nämlich konstantere Termine, bessere Planbarkeit mit weniger kurzfristigen Änderungen und häufigere Öffnungen unter der Woche! Die Kopplung mit ring°werk Tickets und Verzehrgutscheinen ist ein sehr Zweischneidiges Schwert. Einerseits wird der Kunde hier gezwungen, andere „Attraktionen“ der N-GmbH zu besuchen , andererseits werden diese Zugaben zu den Rundentickets von der N-GmbH als kleine Zugabe bezeichnet. Angeblich sei die Preiserhöhung auch ohne die Gutscheine in diesem Maße ausgefallen.
In Anbetracht dessen, dass das Eifeldorf kulinarisch garnicht schlecht ist, kann man also noch froh sein. Leider soll eine Einlösung im DevilsDiner nicht möglich sein. Im Gesamtbild bleibt also: Kundenfreundlich ist anders!

Wir als Kunden haben da nur 2 Möglichkeiten mit umzugehen: Den Ring meiden oder die (sehr) bittere Pille schlucken! Wer sich weiter mit den haarsträubenden Aktionen am Ring auseinandersetzen will, dem sei die Kampagne zur Rettung des Rings ans Herz gelegt: Save The Ring

Fazit Saison 2010

webcam_nordschleife_winter2010Es ist Dezember, die Bäume sind kahl, die Sonne ist um 16:30 Uhr futsch und es ist kalt, eiskalt. Der Winter hat uns früh eingeholt und das Ringtool ist eingemottet. Daher ist es an der Zeit, das jährliche Fazit für die Saison 2010 zu ziehen! Die Jahreskarte kostete 1030€ (inkl. DSK Rabatt) und hat mir an 15 Besuchen an der Nordschleife zu immerhin insgesamt 127 Runden verholfen. Das macht einen Preis von 8,11€ pro Runde und eine durchschnittliche Anzahl von 8,46 Runden pro Anreisetag. Speziell gegen Ende der Saison (Oktober) war es überdurchschnittlich (zu) gut besucht, so daß im Vergleich zum Saisonstart aufgrund von häufigen Sperrungen und viel Verkehr nur ca. halb soviele Runden pro Besuch möglich waren.

Während der Saison haben die Preise im DevilsDiner immer wieder für Ärger gesorgt, die im Vergleich zum Vorjahr gefühlt verdoppelt wurden. Eine 0,5 Liter Cola kostet immerhin 3,45€ – zum Mitnehmen! Glücklicherweise muss das Sportgerät aber regelmäßig betankt werden, wodurch sich genügend Gelegenheiten für einen alternativen Erwerb an den lokalen Tankstellen zum Preis von 2€ ergeben.

Zum Speisen führte unser Weg uns diese Saison daher häufig ins etwas entferntere La Lanterna, wo ich besonders die Pizzen empfehlen kann. Endlich mal typisch italienische Pizza, anstatt die eingedeutschten überfrachteten Plagiate. Als erstaunlich gut haben sich allerdings auch die Lokalitäten im Eifeldorf herausgestellt, dazu aber in einem separaten Artikel mehr!

WIldschaden1WIldschaden2Dummerweise endete die ansonsten unbeschadete Saison an meinem letzten Tag vor Ort bereits nach 1,5 Runden sehr jäh, als ein recht großer Greifvogel probierte, auf meiner Windschutzscheibe zu landen, während ich mich bei ca. 160km/h am Kurvenausgang hoch zum Kesselchen befand. Gott lob schaffte ich es, mich nicht zu sehr zu erschrecken oder das Auto zu verreissen, sondern ließ den Wagen am rechten Wiesenrand ausrollen. Die komplette Windschutzscheibe war in millionen Teile geborsten. Sie war zwar in sich integer geblieben, aber auf der Innenseite lösten sich hunderte feinste Splitter, von denen glücklicherweise keiner den Weg in meine Augen fand. Dafür landeten allerdings genügend Splitter auf dem Beifahrersitz und wie kleinste Nadeln in meiner Geldbörse! Zusätzlich ist das Dach bis auf die Käfigstange eingedrückt worden und die Innenraumbeleuchtung rauskatapultiert worden. Mittlerweile ist der Unfall wieder repariert (neue Scheibe + Dach ausbeulen, verzinnen, komplett lackieren) und der Innenraumhimmel aus dem Auto verbannt worden.

Was im Winter bleibt, ist eine Runde Forza3 auf der Xbox360 und das Ärgern über die unverschämt drastische Erhöhung der Ticket Preise für die Saison 2011. Aber was tut man nicht alles für die Suchtbefriedigung! 😛

Versicherungsschutz auf der Nordschleife

Ich fahre jetzt schon einige Jahre auf der Nordschleife im Rahmen des Touristenverkehrs und bewege mich dadurch regelmäßig zur Informationsbeschaffung und dem Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten auf diversen Webseiten und in einigen Foren. Neben den Ammenmärchen, die Polizei würde auf der Nordschleife Geschwindigkeitskontrollen durchführen oder regelmäßig mit Helikoptern über der Strecke schweben und überwachen, wer verbotenerweise rechts überholt, hält sich das Gerücht standhaft, dass Versicherungen im Rahmen des Touristenverkehrs nicht zahlen würden. Dementsprechend sind das die häufigsten Fragen von Anfängern und daher möchte auf das Thema Versicherungen hier einmal eingehen und Klarheit schaffen. Schließlich dürfte der Gedanke jedem missfallen, sein liebstes Stück im Grenzbereich zu bewegen, ohne es versichert zu wissen.

Grundsätzlich ist es so, dass die Nordschleife während der sogenannten Touristenfahrten als mautpflichtige Privatstrasse gilt. Die in diesem Rahmen geltende StVO sorgt also dafür, dass sich ein Versicherer nicht aus der Zahlungsverantwortung bei Schadensfällen ziehen kann. Die Touristenfahrten dienen dazu, das jedermann die Strecke befahren darf, um mal ein wenig Faszination zu spüren. Vom Fast-Rennauto trifft man dort alles bis hin zum ollen Kombi mit kompletter Familie an Board. Sinn und Zweck ist es also nicht, Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen, Rekorde zu brechen oder wilde Zweikämpfe auszutragen. Es geht schlicht darum, Spaß zu haben. Aus diesem Grunde ist es auch seitens der N-GmbH verboten Rundenzeiten zu stoppen!

Es ist also Fakt, dass die KFZ Versicherungen im Falle eines Haftpflicht oder Kaskoschaden (Teil- und Vollkasko) zahlen müssen. Ebenfalls kommt der ADAC für die Abschleppkosten auf, sollte das einmal nötig sein. Ich beziehe mich hier auch nicht nur auf Hören-Sagen, sondern aus eigener leidlicher Erfahrung! Allerdings gibt es keine Regel ohne Ausnahme: es gibt einige wenige Versicherungsgesellschaften, die in ihren AGB’s ausdrücklich untersagen, Rennstrecken (meist wird explizit die Nordschleife genannt) zu befahren. Erstaunlicherweise sind das oftmals nicht gerade die günstigsten Versicherer. Es ist also mehr als ratsam, vor dem ersten Besuch der Nordschleife, sich mit den AGB’s vertraut zu machen oder noch besser eine entsprechende schriftliche Bestätigung der Versicherung einzuholen! Dazu reicht in der Regel ein kurzes Anschreiben oder eine Mail mit folgendem Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte bestätigen Sie mir uneingeschränkten Versicherungsschutz in meiner Haftpflicht und Kaskoversicherung für mein KFZ im Rahmen der sogenannten „Touristenfahrten“ auf der Nürburgring Nordschleife, die nicht zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten gedacht sind.

Mit freundlichen Grüßen

Nach einer Weile solltet ihr dann eine entsprechende Bestätigung erhalten, wenn eure Versicherung nicht zu den schwarzen Schaafen zählt. Es sollte natürlich jedem klar sein, dass die Versicherung eventuell im Schadensfall etwas genauer hinsieht, was man denn auf der Strecke fabriziert hat. Also benehmt euch und übertreibt es nicht! 😉

In dem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) Mietwagen Firmen ebenfalls solche Klauseln in ihren AGB’s haben und das befahren der Nordschleife grundsätzlich verbieten. Wenn ihr also mal wieder ein Auto von Sixt auf der Nordschleife seht (Barcodestreifen neben dem Nummernschild), dann drückt dem Fahrer alle Daumen, dass nix passiert. Anderenfalls bleibt er auf einem Schuldenberg sitzen. Selbiges gilt übrigens auch für viele Firmenwagen! Von daher: Wohl dem, der sich vorher schlau macht, um nicht später in die Röhre zu gucken. In diesem Sinne wünsche ich gute Fahrt!