LIVE Twitter von der Nordschleife

twitter-logoIch lade euch hiermit herzlich ein, unseren Twitter Account http://twitter.com/ringspeed zu followen. Wir berichten dort live vom Geschehen an und auf der Nürburgring Nordschleife während der Touristenfahrten. Ansprechen wollen wir einerseits daheim Gebliebene die trotzdem wissen wollen was vor Ort passiert, aber auch gerne diejenigen, die selbst vor Ort oder in der Nähe sind und sich über ihr Handy (Smartphone/iPhone/Android) ein Bild der Lage verschaffen wollen. Ist die Strecke gesperrt oder wieder offen? Gibt es genug Parkplätze? Ist Stau auf der Landstraße zur Zufahrt? Brennt gerade wieder ein Auto auf dem Parkplatz ab? Ist viel Verkehr auf der Strecke? Hat jemand Öl verloren? Wo ist ein Unfall? Wie ist gerade das Wetter? Diese und ähnliche Fragen sollen zukünftig Antworten finden. Und zwar aus der Sicht eines Touristenfahrers!

Der erste Versuch diesen Service zu bieten, wird am 27.06.2010 sein. Logischerweise können wir nicht an jedem Tag vor Ort sein, aber in der Saison (März – November) sind wir bei trockenem Wetter durchschnittlich jeden 2. Sonntag an der schönsten Rennstrecke der Welt!

Was müsst ihr also nun tun, um von uns zu lesen? Dazu gibt es mehrere Wege:

  • in unserem Blog rechts oben sind immer die letzten 3 Tweets
  • besucht über die Twitter Webseite unser Profil
  • nutzt eines der diversen Twitter Apps für euer Smartphone (Android/iPhone)
  • nutzt einen RSS Feed Reader für unseren ringSPEED Twitter Feed

Ich hoffe dieser Service wird gut ankommen und euch ein wenig helfen auf dem Laufenden zu sein. Wir würden uns freuen, wenn ihr hierzu euer Feedback abgeben würdet. Nutzt dazu einfach die Kommentar Funktion zu diesem Artikel.

„Neue Besen kehren gut…“

„… aber die alten kennen die Winkel!“

So die Überschrift meines heutigen Posts in guter Stimmung. Schließlich gibt es passend zur Jahreszeit ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Gestern veröffentlichte die N-GmbH eine Pressemitteilung, dass es entgegen vergangener Ankündigungen keine Preiserhöhung der Tickets für die Nordschleife geben wird. Es kommt noch besser: Es soll in Zukunft an jedem Tag möglich sein an Touristenfahrten teil zu nehmen. Entweder auf der Nordschleife oder aber auf der Nürburgring GrandPrix Strecke!

Zu verdanken haben wir das, nach der fristlosen Entlassung vom „wehrten“ Herrn Kafitz,  dem neuen Geschäftsführer der N-GmbH, Herrn Koch. Positiv liest sich auch der Rest der Pressemeldung und so bekommt man den Eindruck, dass nun endlich jemand das Zepter in der Hand hält, der auch „dem Volke“ sein Gehör und entsprechende Beachtung schenkt. Schließlich gibt es seit Jahren in jedem Frühjahr einen Aufschrei der Gemeinde der „Touri’s“, wie in Gottes Namen die alljährliche Preissteigerung von rund 10% zu rechtfertigen ist. Gepaart mit der fortschreitenden Abnahme der Termine für Touristenfahrer, sicher eine gerechtfertigte Diskusion. Freuen wir uns also nun über neuen Wind und positive Signale!

Um nochmal auf den Nachsatz in meiner Überschrift zurück zu kommen: Unmut wurde natürlich bei den Leuten erzeugt, die dem weiter unten im Blog erwähnten Angebot gefolgt sind, als Weihnachts-Spezial-Rabatt die Jahreskarte 2010 zum Preis von 2009 vorzeitig zu erwerben. Im Sonderfall, dass man Mitglied im DSK ist, hätte man unterm Strich sogar (45 Euro) zuviel gezahlt. Nach einiger Aufregung deutet sich jedoch an, dass es hierzu eine kulante Regelung seitens der N-GmbH geben wird und zuviel gezahlte Beträge per ring°card mit entsprechendem Guthaben erstattet werden.

Ein weiterer versteckter „Winkel“ dürfte die Ankündigung bergen, dass in Zukunft jeden Tag Touristenfahrten statt finden sollen. Das „jeden Tag“ darf hier getrost ignoriert werden, da es diverse feste Veranstaltungen im Terminkalender gibt, die das schlicht nicht zulassen. So zum Beispiel Vermietungen, die Industriefahrten und natürlich Rennveranstaltungen wie die VLN oder das 24h Rennen, welches auf beiden Kursen statt findet!

Wollen wir aber nun das Positive sehen und diese erste Amtshandlung entsprechend würdigen und als Beginn einer neuen und hoffentlich auch mittel- und langfristigen  Kunden-freundlicheren Ära interpretieren. Ein guter Anfang ist jedenfalls geglückt! Hier nochmal die Neuordnung in Stichpunkten:

  • keine Preiserhöhung in 2010 bei den Touristenfahrten
  • neue Abrechnungsmodelle mit Veranstaltern und gemeinsames Marketing
  • ausgewogene Mischung aus Spitzen- und Breitensport, Fan- und Firmenveranstaltungen
  • keine Kopplungsgeschäfte, sondern attraktive Pakete. die jeder Wiederverkäufer nutzen kann
  • Integration der regionalen Betriebe
  • jeden Tag Touristenfahrten (Nordschleife und/oder Grand-Prix-Strecke)

Quelle: http://www.touristik-news.com/no_cache/newsdetails/article/nuerburgring-motorsport-steht-an-erster-stelle-automobil-news.html

Aktionspreis Nordschleife Jahreskarte 2010

Wie ich im Touristenfahrer Forum soeben lesen konnte (danke an Steffi), hat die N-GmbH im Rahmen ihrer Weihnachts-Aktion ein Angebot im Kleingedruckten veröffentlicht. Das Prospekt ging offenbar als Werbeflyer in die Post an Stammkunden, gilt aber natürlich für alle Kaufwilligen. Und zwar in Form eines quasi Frühbucher-Rabattes:

Jahreskarte 2010 (Preis: 1.185,- €) für den Preis der Jahreskarte 2009 (1.075,- €)

Ob dieses Großzügigkeit nun als Geschenk an ihre Kunden zu sehen ist, oder aber einfach gerade liquide Mittel beschafft werden müssen oder schlicht die Bilanz 2009 nochtmal schnell positiv beeinflusst werden muss, soll uns Nordschleifen Süchtigen mal gerade egal sein. Hier lassen sich gerade 1,5 Tankfüllungen Edelsprit sparen. Wer also ohnehin nächstes Jahr zur Dauerkarte greifen wollte, sollte dies nun „schnell“ tun. Das Angebot gilt bis zum 21.12.2009. Ob diese Rabatt Aktion ebenfalls mit dem sonst üblichen Rabatt für DSK Mitglieder kombinierbar ist, ist derzeit auf allen Seiten noch unklar. Sobald es dazu neue Infos gibt, reiche ich diese nach!

EDIT: Nach anfänglicher Verwirrung, in der einige Leute das Glück hatten, den DSK Rabatt auch auf die Weihnachtsaktion gewährt zu bekommen, steht nun fest, dass das ein Versehen war. Es gibt somit nach offiziellem Statement der N-GmbH keinen doppelten Rabatt. Schade!

Preise Nordschleife Touristenfahrten 2010

Die Saison 2009 ist noch nicht ganz zuende, da drängt sich schon die kommende Saison 2010 auf den Schirm. Die N-GmbH hat die Preise für die Runden-Tickets des kommenden Jahres veröffentlicht. Wie bereits in den letzten Jahren, nicht ohne wieder kräftig aufzuschlagen und die ohnehin gebeutelten Autofahrer weiter zu schröpfen. Vielleicht auch zur Provozierung einer „natürlichen“ Auslese, damit in Zukunft der Verkehr etwas abnimmt und sich der Prozentsatz der Porsche Fahrer erhöht, da sich die „kleinen Leute“ dieses Hobby immer weniger leisten können. Ich wünschte jedenfalls, mein Gehalt würde auch jedes Jahr um ~10% wachsen. 🙁

1 Runde = 23 EURO
4 Runden = 81 EURO
8 Runden = 156 EURO
8 Runden mit ADAC Rabatt = 146 EURO
15 Runden = 267 EURO
25 Runden = 415 EURO
Jahreskarten (1-12) = 1.185 EURO
Jahreskarte mit DSK Rabatt = 1.140 EURO

An dieser Stelle möchte ich übrigens darauf hinweisen, dass eine Vorbestellung der Tickets absolut unnötig ist. Alle Tickets sind vor Ort am Kassenhäusschen zu den Nordschleifen Öffnungszeiten erhältlich und zwar ohne Bearbeitungsgebühr und ohne Versandkosten!

VLN im Wandel

Vielleicht ist es normal, daß sich gewisse Dinge immer wiederholen und mit ähnlichen Veranstaltungen die wachsen, auch die gleichen Entwicklungen passieren. Ausgelöst durch steigenden Zuschauer Zulauf, größerer Werksbeteiligung und umfangreicherer Marketing Maßnahmen. So kristalisiert sich im Rahmen der VLN immer mehr eine Marschrichtung heraus, die dem treuen und langjährigen Fan mehr und mehr die Falten auf die Stirn treibt.

Ich besuche die VLN nun seit über 7 Jahren relativ regelmäßig. In manchen Jahren sogar ohne mir auch nur einen Lauf entgehen zu lassen und zähle damit aber bei weitem nicht zu den „alten Hasen“. In all dieser Zeit bin ich noch nie aus einer Box rausgeschmissen worden. Mal vom 24h Rennen abgesehen, was sicherlich in dieser Hinsicht aufgrund der krassen Zuschaueranzahl eine verständliche Ausnahme darstellt. So ist es uns heute jedoch leider passiert, das wir zwar freundlich, aber bestimmt hinaus komplementiert wurden. Und warum? Wegen folgendem Kleingedruckten auf der Eintrittskarte:

vln_eintrittskarte

Ob dieser Hinweis neu ist oder schon immer so bestanden hat, ist mir nicht klar. Fakt ist jedenfalls, dass der Charme der VLN für die meisten Fans davon abhängt, die Nähe zum Sport erleben zu können. Es ist einfach einmalig, wie nah man hier am Erlebnis dran ist. Nicht nur, dass die sehr umstrittenen FIA Zäune rund um die Nordschleife seit ca. 2 Jahren großen Unmut erzeugen, nein, jetzt geht man den Fans auch noch in der Box an den Kragen.

Für den treuen VLN Fan gehört der Besuch der Boxen und das beobachten der Boxen-Stops schlicht zum Erlebnis VLN dazu. Ein kurzer Plausch mit den Fahrern und Mechanikern des Lieblingsteams hier, ein Begutachten von neuen Teilnehmern dort, schlicht einfach das „mitten drin“ statt „nur dabei“. Abseits des elitären Getue von Formel1, DTM & Co bildet die VLN eine seltene und somit umso schönere Ausnahme. Natürlich gab es Zeiten, wo die Boxengasse im Laufe des Rennens wirklich mehr als überfüllt war. Es hat aber immer gereicht, die Zuschauer höflich hinter die „rote Linie“ und somit aus dem Gefahrenbereich zu leiten. Da es heute wirklich sehr kalt und relativ leer in der Boxengasse war, war ich umso erstaunter, als wir von 2 Herren der Boxengassenaufsicht angesprochen wurden, die unsere Eintrittskarten sehen wollten. Natürlich hatten wir „nur“ die ganz normale Eintrittskarte. Uns wurde sodann erklärt, dass nun ein neuer Wind weht und es nur noch Zuschauern mit Team-Gastkarte oder Saisonkarte erlaubt sei, sich nach 11:30 Uhr in der Boxengasse oder Box aufzuhalten. Alle anderen dürften ab dann nur noch ins Fahrerlager.

Hallo?! Wozu zahle ich 12 Euro Eintritt? Damit ich mir die „schicken“ LKW’s im Fahrerlager ansehen darf? Ich dachte ich wäre im falschen Film! Uns wurde erklärt, dass kürzliche Untersuchungen gezeigt hätten, daß sich zuletzt über 400 Menschein in der Boxengasse aufgehalten hätten und hier ein Sicherheitsrisko besteht. Wo ist bitte in der Box ein Risiko? Und warum sinkt das Risiko mit dem Besitz einer Team Gastkarte oder gar einer Saisonkarte? Auf meine Frage hin, was denn wäre, wenn jetzt im nächsten Jahr 400 Saisonkarten Besitzer in der Boxengasse stehen würden, erntete ich nur ein Schulterzucken.

Fazit des ganzen: Die VLN Eintrittskarte wird von mir definitiv in Zukunft gemieden. Wir sind unerwünscht? Ok, dann gehen wir halt in Zukunft von Anfang an direkt an die Strecke. Zumindest solange, bis auch hier Sonder Regelungen und „Bonus Eintrittskarten“ ersonnen werden.

Erfahrungsbericht Dunlop Direzza

Vor knapp zwei Wochen hatte ich in diesem Beitrag die Anschaffung von Semi-Slicks erwähnt. Nachdem ich jetzt gut 30 Runden mit dem Dunlop Direzza gefahren bin möchte ich einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben:

Als erstes ist meine Meinung über den abnormal guten Grip immer noch die gleiche. Gegenüber einem normalen oder high-performance Reifen gibt es bei der Bodenhaftung einen verdammt großen Vorsprung. Dadurch lässt sich der Reifen bei eher ruhiger Fahrweise auch komfortabel und sicher fahren.

Auch das Stehvermögen ist sehr gut. Meine hinteren zwei Reifen sehen aus als kämen sie frisch aus der Produktion. Die vorderen Reifen werden durch den Frontantrieb logischerweise mehr belastet, zeigen aber ein ähnliches Bild.

Jetzt kommt allerdings ein kleines „aber“: So ein Semi-Slick kann beim Ausloten des Grenzbereiches schon ziemlich frustrierend sein. Anders als bei „Straßenreifen“ ist der Grat zwischen Haftung und keine Haftung extrem schmal.
Das zeigt sich dann wie folgt:

  • der grüne Bereich: Haftung ist reichlich vorhanden, der Reifen gibt keinen Mux von sich
  • der schmale Grat: der Bereich umfasst gefühlt gerade mal 3 km/h, der Reifen quietsch leicht
  • der Haftungsabriss: der Reifen schmiert sofort gnadenlos weg und hört dabei auf zu quietschen

Wie man unschwer erkennt ist das Ausloten keine leichte Aufgabe und kann mitunter sehr frustrierend sein. Durch die geringe Rückmeldung des Semis hat man ständig das Gefühl schneller sein zu können. Entschließt man sich Schluss endlich zu mehr Tempo wird man direkt bestraft mit einem Ritt auf dem Curb, Kiesbett oder dem „Streckenende“.

Fazit: ein Grip-Künstler mit starkem Hang zur Verführung

Gruß Kenny

PS: um die immer wiederkehrende Frage zu beantworten: JA, dieser Semi ist sein Geld wert!

Operation gelungen, Patient tot

Gestern war die Nordschleife bei bestem Wetter mitten in der Woche ganztätig geöffnet und so war ich froh, ein gebrauchtes Motorlager noch am selben morgen ergattert zu haben, welches dank Raeder-Motorsport auch noch am gleichen Tag eingebaut wurde. Es konnte also los gehen.

Leider hatte sich die Scuderia Hanseat eingemietet und so waren dutzende (oder gefühlte hunderte) wohlhabende Laien mit Porsche, Ferrari & Co auf der Strecke unterwegs. Sie erhielten sogar eine eigene dauerhaft geöffnete Schranke und wurden bei der Verkehrs-Sortierung von den Parkplatz Wärten bevorzugt geleitet. Leider wurde den Jungs nicht die Bedienung des Rückspiegels beigebracht, zumindest konnte man diesen Eindruck erhalten, wenn man von hinten auf einen der Truppe auflief. Vermeintlich langsamere Autos passieren zu lassen, scheint ein NoGo zu sein in der Welt mancher Porsche und besonders Ferrari Fahrer. Dadurch wurde das Fahren recht anstrengend und so war man manches mal gezwungen, etwas nachdringlicher einen Überholvorgang anzusetzen.

Für mich persönlich war leider nach 3 gefahrenen Runden bereits schluß. Ich wurde an der Schranke von einem TÜV Prüfer rausgezogen. Die N-GmbH engagiert unregelmäßig jemanden, der stichprobenartig den Fahrzeugschein mit dem Ist-Zustand abgleicht und im Falle von Unregelmäßigkeiten Fahrverbote ausspricht. Bei mir war der Auslöser der Sperre dann nicht meine fehlenden Eintragungs-Unterlagen der 4 Kolben Bremsanlage, sondern ein kleines leuchtendes Lämpchen im Tacho. Die SRS Lampe zeigt Fehler im Airbag System und wurde aktiviert, als ich meine 6-Punkt Gurte verbaut und die serienmäßigen Gurte entfernt hatte. Durch die nun fehlenden Gurtstraffer schaltete das Airbag Steuergerät auf einen Fehler. Ein Irrglaube in diesem Zusammenhang ist, dass die Airbags ohne Gurtstraffer nicht auslösen, zumindest bei Honda. Ein Unfall eines Bekannten im letzten Jahr hatte das nämlich eindeutig widerlegt.

Auf Diskusionen ließ sich der TÜV Prüfer jedenfalls überhaupt nicht ein und so waren alle meine Argumente hinfällig. Erstens erreiche ich dank der starren 6-Punkt Gurte den Airbag mit dem Kopf nichtmal, dank Helm wäre das auch kein Problem. Zweitens sind bereits Widerstände am Stecker verlötet, die dem Steuergerät die Gurtstraffer vorgaukeln. Ich war nur noch nicht dazu gekommen, den Fehlerspeicher bei Honda löschen zu lassen. Und Drittens löst er wie bereits gesagt auch ohne Gurtstraffer aus.

Gnädigerweise ließ er mich noch eine Runde fahren und so stand ich anschliessend ratlos auf dem Parkplatz und durfte nur noch zusehen. Nachdem der Prüfer dann am späten abend von dannen zog, konnte ich dann doch noch 2 weitere Runden drehen und somit hielt sich der „Schaden“ in Grenzen.

Wartung und ein kleines großes Upgrade

Vorletztes Wochenende war es endlich soweit: Die Bremsbeläge und Reifen der Vorderachse haben sich aufgelöst und wollten erneuert werden. Die Bremsbeläge haben dabei ca. 150 Runden gearbeitet, die Reifen ca. 190. Eine Spitzenleistung die vermutlich zum großen Teil dem geringen Gewicht des Wagens zu verdanken ist.

Das Thema Bremsbeläge war schnell durch. Die Werkstatt meines Vertrauens hatte nur einen Satz da. Also kein Verhandlungsspielraum an der Stelle. Allerdings wurde mir in Sachen Reifen ein Angebot gemacht das ich nicht ablehnen konnte: „Wie wäre es mit Semi-Slicks???“ 🙂

Nach einer etwas größeren Gedenkpause und Zahlenspielerei habe ich mich am Ende für die Semis entschieden, in Form des Dunlop Direzza. Auch wenn das Konto immer noch schreit war die Entscheidung genau richtig. Diese Grip-Monster fressen sich in den Asphalt wie ein hungriger Löwe in ein zartes Zebra 🙂

Lebenszeichen und ein kleines Special

Da ich schon viel zu lange nichts mehr geschrieben habe hier ein Lebenszeichen und Statusbericht:

Die Zeit schreitet voran und das Wetter spielt mit. Aktuell bin ich fleißig am Runden drehen und so haben sich inzwischen mehr als 130 Runden angehäuft! Wenn ich bedenke das ich diese Saison nur 150 fahren wollte bin ich wohl leicht übers Ziel hinaus geschossen 🙂 Nun ja, dann justieren wir hier etwas die Zielparameter und sagen mal „200 Runden reichen dieses Jahr“ *g*

Bei der ganzen Fahrerei konnt ich mit der Zeit etwas an Erfahrung sammeln und so entschloss ich aktiv für eine extra Bremsbelüftung. Danke einfacher Golf II Technik und genügend Platz an der Radaufhängung war das auch leichter und kostengünstig zu realisieren. Und so verichten zwei entsprechend geformte Bleche erfolgreich ihren Dienst für eine lang lebende Bremse 🙂

Zum Abschluss noch ein kleines Special. Der ein oder andere hat es wahrscheinlich schon in der Widget-Bar entdeckt. Ich habe mir die Mühe gemacht ein paar Runden auf der Nordschleife mit der Kamera aufzunehmen. Da das Video im Widget recht klein ist hier nochmal der Link zum großen Bruder des onboard Videos.

Langstrecke Nürburgring (VLN)

Am 04.04.09 nutze ich die Chance mir anzuschauen wie die Profis bei der VLN über die Norfschleife donnern… und es hat sich gelohnt! Am Anfang stand die Besichtigung der Boxengasse während der Vorbereitungen der Autos für das Rennen. Den Teams hautnah beim schrauben zuschauen zu können hat was. Eine Expedition in das Land hinter der Strecke.

Zu Beginn der Einführungsrunde mit anschließendem, fliegendem Start stellten wir uns am Ausgang der Boxengasse auf und verwöhnten unsere Ohren mit dem Motorensound der unzähligen, teilnehmenden Rennwagen. Nachdem alle Wagen auf der Strecke waren wanderten wir zu Tribühne um die Autos beim Durchqueren des ersten Teil der Grand-Prix-Strecke der Nordschleife zu beobachten. Kleines Highlight: Ein gewisser Herr Stuck drehte sich mit einem Audi R8 ohne Fremdeinwirkung direkt in der ersten Rechtskurve.

Es waren ein paar Runden vergangen und so langsam aber sicher mussten die ersten Wagen zum Service in die Box. Also nichts wie zurück in die Gasse und dem Wuseln hautnah beiwohnen. Aber immer schön aufpassen. Sonst wird man von einem schnell anfahrenden Rennwagen umgehauen 🙂

Gegen Ende des Laufs und zur Abrundung des Tages waren wir noch an ein paar markanten Punkten der Strecke gefahren um die Autos fernab der Boxengasse beim Arbeiten zuzuschauen.

Bei wem das Interesse an der VLN geweckt wurde sollte sich so ein Event nicht entgehen lassen. Für nur 12 Euro Eintritt in die Boxengasse kann man sich frei zwischen Autos, Mechanikern und Fahrern bewegen und das während der gesamten Dauer des Rennens! Das verspricht (und hält!) hautnahe Action pur! Daneben gibt es durch die Einteilung in unterschiedliche Rennklassen die unterschiedlichsten Rennwagen und Teams zu sehen (von Amateur bis Profi ist hier alles vertreten). Weiter kann man sich frei neben der Strecke bewegen und das Geschehen an den vielen Streckenabschnitten verfolgen.