Hallo Mama, ich bin im Fernsehen!

Dreharbeiten1Man hat sie immer wieder mal gesehen, in den letzten Jahren, die Kamerateams auf dem Nordschleifen Parkplatz, die irgendwelche Leute zwischen ihre sensationslüsternen Krallen bekommen haben. Mal mehr, mal weniger auf der Suche nach massentauglichem Mainstream – also „Leute durch den Kakao ziehen“. Aber mir kommt es so vor, als ob es in den letzten Monaten, oder vielleicht bereits seit letzter Saison doch um einiges zugenommen hat, mit den von Gaffern umringten Kameraleuten. Liegt es an dem wachsenden Bekanntheitsgrad der Nordschleife? Der Medienpräsenz bzgl. der Skandale rund um die Finanzierung des neuen Nürburgrings (Eifeldorf, Ringracer, etc.)? Oder rückt die Faszination Nordschleife mehr in das Bewusstsein der Menschen bzw. Medien aufgrund der zugenommen Kommerzialisierung der VLN (Langstreckenpokal oder in lang: Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) oder des ADAC 24h Rennens?! Dank der dramatisch gestiegenen Professionalisierung durch den Kampf diverser Werksteams um den begehrten Siegertitel des 24h Eifel-Klassikers?

Jedenfalls befanden sich (aus meinem Blickwinkel) hauptsächlich die oben genannten „Kakaozieher“ unter den TV-Redakteuren, wie zum Beispiel GRIP von RTL2. Vor 2 Wochen war dann auch mal wieder ein Team von Sport1 (ehemals DSF) zugegen, die sich in dem Terrain „Touristenfahrer“ z.B. mit Reportagen über den Karfreitag entsprechend einen Ruf etabliert hatten. Da ich wohl nicht genug Groll im Blick hatte, wurde ich von dem Redakteur tatsächlich angesprochen, ob ich nicht Lust auf ein Interview hätte, da sie eine Sendung über die Welt der Touristenfahrer machen wollten. Nach 3 Gegenfragen war mir klar – der Mann hatte NULL Ahnung. Ich lehnte dankend ab, da ich nicht riskieren wollte, fälschlicherweise in einem falschen und Quoten-bringendereren Licht dargestellt zu werden. Obwohl ich im Prinzip neugierig war, wie so etwas abläuft, was für ein Gefühl es ist, vor der Kamera zu stehen und vielleicht tatsächlich die Chance zu bekommen, anderen Menschen die Faszination des „schnell im Kreis fahren und Geld verbrennen“ näher zu bringen.

Dreharbeiten2Eine Woche später, das Thema TV war in meinem Kopf längst abgehakt, sprach mich prompt der nächste TV Redakteur an. Dieses mal von MotorvisionTV des Senders SKY (ehemals Premiere). Bei mir im Gedächtnis mangels Sky-Abo nur per einiger YouTube Videos geblieben, allerdings mit einem recht sauberen Image. Es ging wieder um ein Interview, ein paar Aufnahmen vom Wagen und einer Fahrt auf der Nordschleife mit zwei Kameras an Board. Das ganze sollte für eine Serie auf MotorvisionTV sein, wo pro Folge ein bis drei Touristenfahrer vorgstellt, bzw. befragt werden und die Faszination Nordschleife im Mittelpunkt steht. Erneut war meine Neugier geweckt und ich erinnerte mich an ein Video dieser Reihe, das mit einem mir bekannten „alten Touristenfahrer Hasen“ gedreht und im Frühjahr ausgestrahlt wurde. Sachlich, wertfrei, ungeschönt – eben authentisch! So ist es nun auch gekommen und ich habe mich in die Fänge des Fernsehen begeben. Ich hoffe ich falle damit nicht auf die Nase, Spaß hat es aber in jedem Fall gemacht. Schon ein seltsames Gefühl, 30cm vor der Nase eine riesen Kamera zu haben und voll konzentriert ein paar Fragen zu beantworten. Möglichst ohne zu stottern, ohne sich zu verhaspeln und trotzdem in ganzen Sätzen einigermassen sinnvolles Zeug von sich zu geben. Im Nachhinein hatte ich das Gefühl, zwar geradeaus gesprochen zu haben, aber dennoch die Hälfte vergessen zu haben, was ich eigentlich hätte sagen müssen. Aber das Ding ist im Kasten und ich bin auf das Endergebnis gespannt. Einen Sendetermin kenne ich noch nicht und soll mir per eMail oder Telefon zukommen. Zusätzlich werde ich per Post eine DVD mit dem zwei bis dreiminütigen Beitrag bekommen. Meine Frage, ob ich die komplette Nordschleifenrunde bekommen kann, wurde mir leider verneint. Rechtliches, Absprache mit NA-GmbH bla bla. und Spritgeld gab es leider auch keins. 🙁

Meinen Spaß hatte ich aber wie gesagt trotzdem und werde, sofern es bei YouTube zu finden sein wird, auch hier verlinken. Solange geduldet euch doch noch ein wenig mit meinem letzten Video von der Nordschleife aus dem letzten Jahr. Und ja, ich muss mal wieder ein neues machen! 😉

Lord of the Ring

TheRingDie Nordschleife ruft mich, noch leise – ganz leise, aber doch vehement und beständig zunehmend. Nervös schaue ich auf den Wetterbericht, ein eiskalter Schauer überkommt mich – genährt durch den Hunger, den unbändigen Durst nach Adrenalin, nach dem Duft der Rennstrecke, geschwängert von heißer Kupplung und zerfließendem Bremsbelag. Ein Blick auf den Kalender verrät – noch eine halbe Ewigkeit, schier unendlich lange Tage, verzehren, schmachten, dursten, bis es endlich wieder soweit ist und meine Hände das rauhe, schon geschundene und doch angenehme Lederlenkrad wieder umschließen dürfen. Kontrolle, Kontrolle erlangen – und halten – ganz nah am Grenzbereich, manchmal sogar darüber hinaus, wo man jeden einzelnen Profilblock der Reifen spürt, wie er in den Asphalt greift und um Haltung wimmert und mir eindrucksvoll ins Ohr zischelt – „Noch ein bisschen mehr – noch ein ganz kleines bisschen mehr!“. Die matte Erschöpfung, nach der sich mein Gemüht sehnt, nach einem Dutzend Runden, der Körper und die Bekleidung von Schweiß getränkt – und doch Zufriedenheit, Genugtuung, Stolz und Freude sich breit machen, wenn David über Goliat obsiegt, wieder und immer wieder. Wenn die Sonne untergeht, nach dem Kampf, mit den Naturgesetzen, mit den übermächtigen Gegnern – Ruhe einkehrt und der Stahl erkaltet, nach dem inbrünstigem Feuer und der Kopf das Kissen berührt und sich die Augen schließen – spüre ich es schon wieder, das heiße Glimmen, der leise Ruf an den Krieger – getrieben zur nächsten Schlacht – obwohl die Wundern noch nicht verheilt sind und Kräfte getankt werden müssen, ruft er mich erneut. Ein Teufelskreis, ein Ring – ein Ring mich zu knechten…

Saisonstart 2011

Es ist wieder soweit: Eine weitere lange Winterpause ist um und die Nordschleifen Saison hat begonnen. Nachdem ich den Civic aus dem Winterschlaf geweckt hatte und bei Raeder-Motorsport abgeholt hatte, musste ich feststellen, dass wohl eine Maus den Civic als prima Quartier auserkoren hat! Im Handschuhfach, als auch im Fach in der Mittelkonsole war von meinen Taschentüchern, Müsli Riegeln, Sturmhauben und diversen Plastikelementen nur noch Konfetti übrig geblieben. Zudem gab es überall Mäusekot und -pippi, was mich zutiefst „entzückte“, wollte das Unheil doch erstmal eine Stunde auf dem Parkplatz an der Zufahrt beseitigt werden.

Auch der Kauf der Jahreskarte war alles andere als angenehm. Nicht nur, dass der Preis von 1350€ durch die Teuerungsrate von 26% jenseits der Wuchergrenze lag, wollte es in der Schlange am Kassenhäuschen nicht so recht vorwärts gehen. Nach einer knappen Stunde hielt ich dann aber das „Goldstück“ in den Händen! Und nicht nur das: Dank diverser Kopplungsgeschäfte bin ich nun auch im Besitz eines 100€ Verzehrgutscheines für das Eifeldorf, zwei Eintrittskarten für das ring°werk und eines Gutscheins für 10% Rabatt auf die neuen Onboard Leihkameras zur Videoaufzeichnung, die es aber Ostern geben wird.

Nachdem es dann aber endlich los ging, war für alles entschädigt. Die Strecke war super, trocken, schön leer, sonnig und das Auto ging sehr gut. So kam ich dann auch flott wieder rein und war am Ende des Tages nach 13 Runden bis auf 6 Sekunden auch wieder zeitlich etwa dort wo ich letzte Saison aufgehört hatte. Ein Wehmutstropfen gibt es aber: Es wurden einige Stellen neu asphaltiert, so auch Hatzenbach. Leider wurde der rechte Curb, über den man in den letzten Jahren zugunsten einer kurzen Linie so gut fahren konnte, stark angehoben. So kam es, dass ich beim ersten drüber rollen mich wie auf einem Katapult fühlte, da das Auto regelrecht sprang. Hier muss also definitiv die Linie und Geschwindigkeit abweichend zu den vergangenen Jahre verlangsamt werden, da anderenfalls das Risiko sehr hoch ist, früher oder später in der Leitplanke zu landen! Schade, war einer meiner Lieblingsstellen!

Später gab es dann auch noch was für den Adrenalinspiegel, als eine Corvette beim Anbremsen zum Karussel direkt vor mir einen ABS Ausfall erlitt und dank blockieren aller vier Räder keinem Lenkbefehl mehr gehorchen wollte und somit geradeaus ziemlich unsanft in die Leitplanken einschlug. Gott sei dank ging es dem Fahrer gut und auch die Streckensicherung war schnell vor Ort, so dass es für mich dann auch flott wieder weiter ging.

In diesem Sinne hoffe ich auf eine für mich persönlich (und natürlich euch) unfallfreie Saison und wünsche allen ringSPEED Verfolgern eine tolle Saison 2011!

Preise Nordschleife Touristenfahrten 2011

Der Jahreswechsel steht an und es ist längst überfällig mal auf die Preise der kommenden Saison zu blicken. Schließlich steht wieder das alljährliche Kunden melken an. Aber halt, es gab letztes Jahr eine Ausnahme! Dafür wird dieses Jahr ohne Gnade nachgeholt und nochmals kräftig drauf geschlagen. Die Jahreskarte für 2011 wird um satte 26% verteuert! Es fällt die 8er Karte weg und auch die anderen Preise steigen saftig.

  • 1 Runde: 24,00 €
  • 4 Runden: 89,00 €, inkl. 10,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk- Ticket
  • 15 Runden: 310,00 €, inkl. 20,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk-Ticket
  • 25 Runden: 470,00 €, inkl. 30,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 1 ring°werk-Ticket
  • Jahreskarte: 1.350,00 €, inkl. 100,00 € Verzehrgutschein für das Eifeldorf Grüne Hölle*, 2 ring°werk-Tickets

Ich bin gespannt, ob auch ein versprochener Mehrwert geboten werden wird, nämlich konstantere Termine, bessere Planbarkeit mit weniger kurzfristigen Änderungen und häufigere Öffnungen unter der Woche! Die Kopplung mit ring°werk Tickets und Verzehrgutscheinen ist ein sehr Zweischneidiges Schwert. Einerseits wird der Kunde hier gezwungen, andere „Attraktionen“ der N-GmbH zu besuchen , andererseits werden diese Zugaben zu den Rundentickets von der N-GmbH als kleine Zugabe bezeichnet. Angeblich sei die Preiserhöhung auch ohne die Gutscheine in diesem Maße ausgefallen.
In Anbetracht dessen, dass das Eifeldorf kulinarisch garnicht schlecht ist, kann man also noch froh sein. Leider soll eine Einlösung im DevilsDiner nicht möglich sein. Im Gesamtbild bleibt also: Kundenfreundlich ist anders!

Wir als Kunden haben da nur 2 Möglichkeiten mit umzugehen: Den Ring meiden oder die (sehr) bittere Pille schlucken! Wer sich weiter mit den haarsträubenden Aktionen am Ring auseinandersetzen will, dem sei die Kampagne zur Rettung des Rings ans Herz gelegt: Save The Ring

Fazit Saison 2010

webcam_nordschleife_winter2010Es ist Dezember, die Bäume sind kahl, die Sonne ist um 16:30 Uhr futsch und es ist kalt, eiskalt. Der Winter hat uns früh eingeholt und das Ringtool ist eingemottet. Daher ist es an der Zeit, das jährliche Fazit für die Saison 2010 zu ziehen! Die Jahreskarte kostete 1030€ (inkl. DSK Rabatt) und hat mir an 15 Besuchen an der Nordschleife zu immerhin insgesamt 127 Runden verholfen. Das macht einen Preis von 8,11€ pro Runde und eine durchschnittliche Anzahl von 8,46 Runden pro Anreisetag. Speziell gegen Ende der Saison (Oktober) war es überdurchschnittlich (zu) gut besucht, so daß im Vergleich zum Saisonstart aufgrund von häufigen Sperrungen und viel Verkehr nur ca. halb soviele Runden pro Besuch möglich waren.

Während der Saison haben die Preise im DevilsDiner immer wieder für Ärger gesorgt, die im Vergleich zum Vorjahr gefühlt verdoppelt wurden. Eine 0,5 Liter Cola kostet immerhin 3,45€ – zum Mitnehmen! Glücklicherweise muss das Sportgerät aber regelmäßig betankt werden, wodurch sich genügend Gelegenheiten für einen alternativen Erwerb an den lokalen Tankstellen zum Preis von 2€ ergeben.

Zum Speisen führte unser Weg uns diese Saison daher häufig ins etwas entferntere La Lanterna, wo ich besonders die Pizzen empfehlen kann. Endlich mal typisch italienische Pizza, anstatt die eingedeutschten überfrachteten Plagiate. Als erstaunlich gut haben sich allerdings auch die Lokalitäten im Eifeldorf herausgestellt, dazu aber in einem separaten Artikel mehr!

WIldschaden1WIldschaden2Dummerweise endete die ansonsten unbeschadete Saison an meinem letzten Tag vor Ort bereits nach 1,5 Runden sehr jäh, als ein recht großer Greifvogel probierte, auf meiner Windschutzscheibe zu landen, während ich mich bei ca. 160km/h am Kurvenausgang hoch zum Kesselchen befand. Gott lob schaffte ich es, mich nicht zu sehr zu erschrecken oder das Auto zu verreissen, sondern ließ den Wagen am rechten Wiesenrand ausrollen. Die komplette Windschutzscheibe war in millionen Teile geborsten. Sie war zwar in sich integer geblieben, aber auf der Innenseite lösten sich hunderte feinste Splitter, von denen glücklicherweise keiner den Weg in meine Augen fand. Dafür landeten allerdings genügend Splitter auf dem Beifahrersitz und wie kleinste Nadeln in meiner Geldbörse! Zusätzlich ist das Dach bis auf die Käfigstange eingedrückt worden und die Innenraumbeleuchtung rauskatapultiert worden. Mittlerweile ist der Unfall wieder repariert (neue Scheibe + Dach ausbeulen, verzinnen, komplett lackieren) und der Innenraumhimmel aus dem Auto verbannt worden.

Was im Winter bleibt, ist eine Runde Forza3 auf der Xbox360 und das Ärgern über die unverschämt drastische Erhöhung der Ticket Preise für die Saison 2011. Aber was tut man nicht alles für die Suchtbefriedigung! 😛

Versicherungsschutz auf der Nordschleife

Ich fahre jetzt schon einige Jahre auf der Nordschleife im Rahmen des Touristenverkehrs und bewege mich dadurch regelmäßig zur Informationsbeschaffung und dem Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten auf diversen Webseiten und in einigen Foren. Neben den Ammenmärchen, die Polizei würde auf der Nordschleife Geschwindigkeitskontrollen durchführen oder regelmäßig mit Helikoptern über der Strecke schweben und überwachen, wer verbotenerweise rechts überholt, hält sich das Gerücht standhaft, dass Versicherungen im Rahmen des Touristenverkehrs nicht zahlen würden. Dementsprechend sind das die häufigsten Fragen von Anfängern und daher möchte auf das Thema Versicherungen hier einmal eingehen und Klarheit schaffen. Schließlich dürfte der Gedanke jedem missfallen, sein liebstes Stück im Grenzbereich zu bewegen, ohne es versichert zu wissen.

Grundsätzlich ist es so, dass die Nordschleife während der sogenannten Touristenfahrten als mautpflichtige Privatstrasse gilt. Die in diesem Rahmen geltende StVO sorgt also dafür, dass sich ein Versicherer nicht aus der Zahlungsverantwortung bei Schadensfällen ziehen kann. Die Touristenfahrten dienen dazu, das jedermann die Strecke befahren darf, um mal ein wenig Faszination zu spüren. Vom Fast-Rennauto trifft man dort alles bis hin zum ollen Kombi mit kompletter Familie an Board. Sinn und Zweck ist es also nicht, Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen, Rekorde zu brechen oder wilde Zweikämpfe auszutragen. Es geht schlicht darum, Spaß zu haben. Aus diesem Grunde ist es auch seitens der N-GmbH verboten Rundenzeiten zu stoppen!

Es ist also Fakt, dass die KFZ Versicherungen im Falle eines Haftpflicht oder Kaskoschaden (Teil- und Vollkasko) zahlen müssen. Ebenfalls kommt der ADAC für die Abschleppkosten auf, sollte das einmal nötig sein. Ich beziehe mich hier auch nicht nur auf Hören-Sagen, sondern aus eigener leidlicher Erfahrung! Allerdings gibt es keine Regel ohne Ausnahme: es gibt einige wenige Versicherungsgesellschaften, die in ihren AGB’s ausdrücklich untersagen, Rennstrecken (meist wird explizit die Nordschleife genannt) zu befahren. Erstaunlicherweise sind das oftmals nicht gerade die günstigsten Versicherer. Es ist also mehr als ratsam, vor dem ersten Besuch der Nordschleife, sich mit den AGB’s vertraut zu machen oder noch besser eine entsprechende schriftliche Bestätigung der Versicherung einzuholen! Dazu reicht in der Regel ein kurzes Anschreiben oder eine Mail mit folgendem Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte bestätigen Sie mir uneingeschränkten Versicherungsschutz in meiner Haftpflicht und Kaskoversicherung für mein KFZ im Rahmen der sogenannten „Touristenfahrten“ auf der Nürburgring Nordschleife, die nicht zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten gedacht sind.

Mit freundlichen Grüßen

Nach einer Weile solltet ihr dann eine entsprechende Bestätigung erhalten, wenn eure Versicherung nicht zu den schwarzen Schaafen zählt. Es sollte natürlich jedem klar sein, dass die Versicherung eventuell im Schadensfall etwas genauer hinsieht, was man denn auf der Strecke fabriziert hat. Also benehmt euch und übertreibt es nicht! 😉

In dem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) Mietwagen Firmen ebenfalls solche Klauseln in ihren AGB’s haben und das befahren der Nordschleife grundsätzlich verbieten. Wenn ihr also mal wieder ein Auto von Sixt auf der Nordschleife seht (Barcodestreifen neben dem Nummernschild), dann drückt dem Fahrer alle Daumen, dass nix passiert. Anderenfalls bleibt er auf einem Schuldenberg sitzen. Selbiges gilt übrigens auch für viele Firmenwagen! Von daher: Wohl dem, der sich vorher schlau macht, um nicht später in die Röhre zu gucken. In diesem Sinne wünsche ich gute Fahrt!

Irgendwann ist jeder mal drann…

Super Beitrag Nino, auch die unangenehmen Seiten anzusprechen und Tipps zu geben. Und auch noch so passend zu meinem folgenden Beitrag (der letzte ist schon wieder viel zu lange her…), denn:

Irgendwann ist jeder mal drann der Leitplanke „Guten Tag“ zu sagen. Wo gehobelt wir fallen halt auch Späne 🙂

So geschah es dann auch bei mir vor ein paar Wochen. Am Ende der Fuchsröhre (Linkskurve über die Kuppe) fuhr ich über den Curb, wie ich es schon viele Male zuvor gemacht hatte. Nur wurde der Wagen dieses Mal mehr aus der Ruhe gebracht als üblich.  Ich musste etwas arbeiten und hatte die kommende Rechtskurve am Eingang Adenauer Forst angebremst wie immer, zumindest dachte ich das… Denn hier ging es leider nicht wie gewünscht um die Ecke sondern sauber geradeaus.

Es ging mit einem heftigen Sprung über den Curb, dann aufs nasse Gras. Lenken war jetzt nicht mehr möglich. Dann ein weiterer Sprung über den inneren Curb der nächsten Linkskurve, zügig quer über die Strecke mit einem mittleren Einschlag in die Leitplanke vorne rechts. Der Lack schmirgelte ein paar Meter lang vom Wagen ab und ich kam mit völlig verzogenem Querlenker, und einer ebenfalls angeschlagenen Hinterachse, zum stehen.

Dann also austeigen und nach einem beherzten Sprung die Notrufnummer anrufen um den Unfall zu melden und den Abschleppwagen an den Start zu bringen. Und als ich so telefonierte und den Standort durchgab sah ich den vorderen rechten Reifen qualmen. Das sah ziemlich spektakulär aus und gab, trotz des negativen Gesamten, ein beeindruckendes Bild ab.

 

Nachdem das zerstörte Elend auf dem Abschleppwagen positioniert war habe ich mich dann noch mit dem Fahrer unterhalten, was einiges interessantes zu Tage förderte: So gibt es an Spitzentage durchaus an die 50! Autos die nach einem Einschlag versorgt werden wollen. Es wird teilweise also schon ordentlich Schrott produziert. Daneben gibt es durchaus interessante Fahrer/Auto-Kombinationen die auf der Strecke unterwegs sind. Und wenn es dann Kracht ist die Verzweiflung nicht weit. Hier ein kleiner Auszug 😉

  • Sohn fuhr mit Auto des Vaters
  • Fahrer war mit einem Mietwagen unterwegs
  • Freund/Freundinn fährt mit dem Auto der Freundinn/des Freundes

Da ist Stress definitiv vorprogrammiert…

Tja, so war das. Und wie es jetzt weiter geht weiß ich noch nicht. Das Comeback ist sicher. Aber der Zeitpunkt ungewiss. Jetzt wird erst mal etwas gespart und über das nächste potenzielle Gefährt gegrübelt.

Für die Interessierten unter euch: Eine Stunde Personaleinsatz plus ein Auto kosten so ziemlich genau 100 Euro. Beim Abschleppwagen werden dann nochmal 180 Euro fällig, wenn der Schrotthaufen nicht weiter als zwei Dörfer von der Strecke geschleppt werden soll. Die Leitplanke hatte bei mir nur müde gelächelt, so dass mir diese Kosten glücklicher Weise erspart geblieben sind. Von Erzählungen her geht es hier wohl richtig tief in die Geldbörse rein.

Für die Zukunft bin ich auf der Suche nach einem Ringtool mit ca. 300 PS. Wer hier einen Tipp hat oder mit dem einen oder anderen Auto bereits gute Erfahrungen gesammelte kann hier gerne einen Kommentar hinterlassen.

Gruß Kenny

PS: Danke an alle die mich nach diesem unglücklichen Ereignis als Beifahrer für den Rest des Tages duldeten. Es hat den seelischen Schmerz etwas gemildert 😉

Verhalten bei einem Unfall

verkehrszeichen_schleudergefahrWo viel Licht, da auch viel Schatten. Das gilt auch im besonderen für die Touristenfahrten auf der Nürburgring Nordschleife. Wer Runde um Runde auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt dreht, muss sich früher oder später mit Murphys Law auseinandersetzen! Davor die Augen zu verschliessen und dieses unangenehme Thema zu verdrängen, hilft da überhaupt nicht und birgt eher noch zusätzliche Risiken. Jeder sollte sich also vor seinem ersten Nordschleifen Besuch (auch immer wieder) Gedanken machen, was alles passieren kann und die Entscheidung bewusst treffen, die entsprechenden Risiken einzugehen. Es heißt nicht umsonst:

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

Ich selbst mache mir das auch nach hunderten Runden Nordschleife immer wieder selbst bewusst. Das bewahrt mir den nötigen Respekt vor der Strecke und allzu übermütigem Handeln. Jede Runde kann die letzte sein, für einen selbst, für die Gesundheit oder für das Auto. Man ist gerne versucht, Unfälle von denen man hört, ab zu tun nach dem Motto „da hat wohl jemand nicht aufgepasst“ oder „wieder einer der sich selbst überschätzt hat“ gefolgt von einem „das kann/wird mir ja nicht passieren“. Leider ist es aber oft so, dass einem selbst die eigenen Grenzen nicht immer 100% bewusst sind und selbstverständlich kann man Fehler machen bzw. wird sie machen. Jeder von uns!

Aber auch wenn man selbst nicht Verursacher ist, finden sich mehr als genug andere auf der Rennstrecke, die diese Rolle (unfreiwillig) übernehmen können. Sei es ein Anfänger, der die Strecke, das Auto oder die nötige Übersicht nicht im Griff hat. Oder sei es ein Fortgeschrittener der eben das kleine Quäntchen zuviel im Grenzbereich war, dem wir uns alle annähern wollen. Auch die Technik versagt oft genug, das zeigen die täglichen Vorfälle von Ölspuren und gebrochenen Bremsscheiben. Die Frage ist daher nicht, ob es schief geht oder nicht, sondern nur wann. Man kann eben nur versuchen, den Zeitpunkt an dem es passieren wird, möglichst weit hinaus zu schieben.

Obige Aussagen habe ich in den letzten Jahren oft genug bewiesen gesehen, bei anderen und auch bei mir selbst. Daher möchte ich einige wichtige Worte darüber verlieren, wie man sich verhalten sollte, wenn man selbst einen Abflug erleidet oder aber als Ersthelfer an einem Unfall auf der Nordschleife eintrifft. Dazu folgende (unsortierte) Grundregeln bei einem Unfall:

  • sofern möglich, Fahrzeug aus der „Schußlinie“ fahren
  • bei Verletzten Erstversorgung durchführen
  • hinter der Leitplanke hundert Meter zurück laufen und nachfolgenden Verkehr warnen
  • N-GmbH Notruf Nummer anrufen (0800-0302112)
  • mit defektem Fahrzeug nicht die Runde zuende fahren
  • auch ohne Einschlag Notruf informieren, wenn Dreck auf die Strecke getragen wurde
  • als Ersthelfer sich selbst nicht in Lebensgefahr bringen
  • Als Unbeteiligte bitte Fuß deutlich vom Gas, max. 60km/h an der Unfallstelle
  • Kommt ihr an einen Unfall und es hat noch niemand angehalten, helft den Beteiligten bei obigen Punkten!

Die häufigsten Fehler die ich bei einem Unfall auf der Nordschleife bei den Verunfallten wie auch bei den Ersthelfern immer wieder sehe:

  • Weiter fahren trotz gehörig Dreck oder Betriebsmittel (Öl, Kühlwasser) auf der Strecke und der nächste Mopped Fahrer legt sich deswegen hin!
  • Warnung des Nachfolgeverkehrs ohne ausreichenden Abstand. An vielen Stellen reichen 50m eben nicht, wenn die Fahrzeuge mit 160km/h oder weit mehr angeflogen kommen!
  • Selbstgefährdung durch winken der „gelben Flagge“ auf der Strecke, anstatt hinter der Leitplanke!
  • Auf Seiten der Unbeteiligten: Ignorieren der Warnungen und vorbei fahren an Unfallstellen mit „Vollgas“! Wenn da Öl liegt, sind auch 100 km/h zu schnell und ihr rast in den Unfall mit rein!

Glücklicherweise sind die meisten Punkte bei den erfahrenen Nordschleifen Besuchern bekannt und werden auch entsprechend berücksichtigt. Gerade für die Neulinge hoffe ich aber hier eine kleine Orientierung gegeben zu haben. In dem Zuge folgend noch ein paar Hinweise, die man mindestens einmal komplett gelesen haben sollte:

  1. Touristenfahrer Safety Hinweise
  2. Sicherheitsbroschüre Nordschleife
  3. Sicherheitsregelen der N-GmbH

Bitte beachtet diese Hinweise wirklich und verlasst euch nicht auf subjektive Eindrücke bei einem Unfall. Diese Prinzipien haben viele erfahrene Leute erarbeitet, zu recht! Denkt immer an Murphys Law:

Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.

In diesem Sinne: Knitterfreie Fahrt! 🙂

Touristenfahrer Live Twitter

tflive_pic1Nachdem ich hier über die Idee berichtet habe und eine Woche später auch schon ein erstes Review gewagt habe, möchte ich heute nach nun 6 Wochen nochmal ein Status Update geben. Es gab diverse Termine an denen ich fleißig berichtet habe. Als wichtigste Information, auf die das meiste Feedback kam, hat sich der Status von Sperrungen heraus kristalisiert. Irgendwie auch logisch. Wer hat nicht schon mal im Restaurant gesessen, weil die Strecke gesperrt wurde und nach einer halben Stunde unruhig auf dem Stuhl gesessen, aus Angst die Öffnung zu verpassen. Groß ist dann meist die Enttäuschung gewesen, nachdem die Unruhe gesiegt hat und man wieder zur Schranke gefahren ist um festzustellen, dass doch noch zu war. Man hätte also gepflegt noch ein (alkoholfreies) Bier bestellen können. Schön zu sehen, dass gerade bei diesem Thema die meisten „Mitmacher“ waren. Ich hoffe, ich konnte mich bessern und zeitnaher retweeten als an den Anfängen. Noch besser wäre es natürlich, wenn sich ein ganzes Netzwerk bilden würde und jeder jedem followen würde. Dazu also nochmal der Aufruf an dieser Stelle: Macht mit! 🙂

Erstens bin ich natürlich nicht immer da und ausserdem vielleicht auch gerade mit Fahren beschäftigt, anstatt auf meinen Twitter Account zu schauen, ob was neues von jemandem berichtet wird. An dieser Stelle die Info für euch, dass ich erst wieder mitte September (2010) an der Nordschleife sein werde. Ich werde sicherlich trotzdem retweeten wenn ich was sehe, aber es würde sich anbieten, dass jemand anderes die Hauptfunktion in dieser Zeit übernehmen könnte.

Wenn also jemand in den nächsten Wochen an den Touristenfahrten teilnehmen wird bzw. an der Strecke sein wird und Lust dazu hat, kann sich gerne bei mir melden. Ich werde den Twitter Account entsprechenden den Followern publizieren, sodass diese zumindest meiner Vetretung für diese Zeit folgen können.

Nochmal die Bitte an alle die mit tweeten: Verwendet bitte als Hashtag in jedem Live Tweet den Hinweis: #TFLive. Das steht für TouristenFahrer Live und kennzeichnet dann die LIVE Tweets entsprechend. Wer damit gerade nicht so recht was anfangen kann, sollte sich diese kurze Erklärung ansehen, dann sollte es klarer werden.

Ansonsten viel Spaß mit dem Nordschleifen Touristenfahrer LIVE Twitter powered by ringSPEED! 😀

Review zum LIVE Twitter

live-twitter-reviewWie im vergangenen Beitrag angekündigt, habe ich letzten Sonntag während der Touristenfahrten auf der Nürburgring Nordschleife regelmäßig über unseren Twitter Account berichtet. Dabei waren Status Meldungen von der Sperrung oder Öffnung der Strecke, Füllgrad der Parkplatz Situation an der Zufahrt, Verkehrsverhältnisse auf der Strecke und nicht zuletzt die Situation im Devils Diner. Auch das Public Viewing im Ring°Boulevard fand einige Erwähnungen. Wo es Sinn machte und möglich war, habe ich die Tweets mit Bildern untermauert, was bei der Edge Datenverbindung doch nicht so zeitraubend war, wie ich vorher befürchtet hatte. Mein neues iPhone mit der (kostenlosen) Twitterrific App hat sich jedenfalls bestens bewährt! Mein persönliches Fazit dabei ist, dass es mir Spaß gemacht hat! Das ist mal das wichtigste, damit es eine Fortsetzung gibt. 🙂 Des weiteren habe ich einiges positives Feedback bekommen, kann aber noch mehr davon gebrauchen. Gerne auch konstruktive Kritik oder weitere Ideen für Themen, was ihr sehen oder lesen wollt. Beim nächsten Mal (voraussichtlich am 04.07.2010) hoffe ich, da nun doch einige neue Follower dazu gekommen sind, dass ich etwas Unterstützung erhalten werde. Wenn ihr also als Follower ebenfalls interessante Dinge seht, einfach twittern, ich re-tweete dann entsprechend die Meldung, sodass sich hoffentlich früher oder später ein Netzwerk von Touristenfahrern ergibt.

Was noch gebraucht wird, ist ein einheitliches und kurzes aber einmaliges TAG, dass jedem Thread angehängt wird. Das würde das Netzwerken erleichtern und man könnte somit alle Tweets als LIVE Ticker Tweets identifizieren bzw. auch danach suchen. Beim ersten Versuch habe ich #Touristenfahrer verwendet, was sich aber als zu lang und unpraktisch erwiesen hat. Weitere Vorschläge für den nächsten Versuch wären:

  1. #nstf (von Nordschleife Touristenfahrer)
  2. #TFahrer (von Touristenfahrer)
  3. #TFahrt (von Touristenfahrt)
  4. #nring (von Nürburgring, wird von der N-GmbH immer verwendet)
  5. #NSLIVE (von Nordschleife LIVE)
  6. #TFLIVE (von Touristenfahrer LIVE)

Wenn ihr weitere Vorschläge habt, bitte raus damit. Nutzt einfach die Kommentar Funktion hier im Beitrag. Ich würde mich außerdem darüber freuen, wenn ihr mir eine kleine Nachricht hinterlasst, wenn ihr uns nicht per Twitter followed, sondern „nur“ den RSS Feed abonniert habt oder aber einfach die ringSPEED oder Twitter Webseite (ohne Anmeldung) genutzt habt um von mir LIVE zu lesen. Im Gegensatz zu neuen Followern bekomme ich darüber ja keine Meldung, hätte aber trotzdem gerne einen ungefähren Überblick, wieviel Menschen mein Geplapper interessiert.

So nun seid ihr dran. Bitte um rege Beteiligung, dann geht das auch in Zukunft motiviert weiter! 😉